Laut Angabe der Architektenkammer Berlin erhalten Berliner Architekturbüros auf Ihre Stellenausschreibungen bis zu 50 % Bewerbungen von zugewanderten Architekten.


Um auf diese Situation zu reagieren ist die Architektenkammer aktiv geworden. Ein eigener Arbeitskreis für zugewanderte Architekten ist ins Leben gerufen wurden. Seminare und Workshops für die Neuberliner Architekten werden angeboten. Themen u.a.: Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen, Erwartungshaltung an eine Bewerbung, Bewerbungsprozesse in Deutschland und Fortbildungsangebote zum HOAI.


Auf der anderen Seite stellt sich immer mehr die Frage, ob und wie sich auch die Arbeitgeber auf diese neue Situation einstellen können. Es drängen sich neue und spannende Fragen auf: Welche Vorteile bringt mir die Anstellung eines Architekten aus dem Ausland? Hilft mir die Beschäftigung ausländischer Architekten bei der Akquise neuer Aufträge im Ausland? Wie kann ich bei einem allgemein beklagten Fachkräftemangel unter den Architekten das Potential der in Berlin lebenden, zugewanderten Architekten nutzen? Gibt es kulturell bedingte Unterschiede, die eine Bewerbung trotz fachlicher Qualifikationen anders aussehen lassen?


Um diesen Prozess aktiv zu begleiten, waren wir an diesem Mittwoch bei einer Veranstaltung der Architektenkammer Berlin. Eine Begleitung des eingeschlagenes Weges der Architektenkammer durch Ayekoo ist geplant. Eine eigene Veranstaltungsreihe für Architekturbüros denkbar.